Kernaufgaben des Anforderungsmanagements sind die Anforderungen zu erfassen, verhandeln und verwalten, sowie der Umgang mit Änderungen an den Anforderungen.

Grundlage für die Analyse der Anforderungen ist zunächst eine eingehende Business Analyse. Anschließend müssen die Anforderungen auf Eindeutigkeit geprüft und priorisiert werden. Da üblicherweise über die Zeitdauer eines Projektes auch Anforderungen Änderungen unterliegen, müssen die Änderungen verwaltet werden. Weitere Aufgaben des Anforderungsmanagement sind die Betrachtung von Risiken, welche Technologien zum Einsatz kommen sollen und mit welchen Kosten und welchem Aufwand die einzelnen Anforderungen zu bewerten sind.

Die Ergebnisse der Analysephase werden in der Anforderungsdokumentation zusammengetragen. Kriterien für eine saubere Anforderungesdokumentation sind

  • Eindeutigkeit der Anforderungen: es sollte möglichst kein Interpretationsspielraum für die Entwicklung vorhanden sein
  • Verständlichkeit der Anforderungen: die Anforderungen werden von allen Beteiligten verstanden
  • Vollständigkeit: die Anforderungen sind vollständig definiert
  • Nachweisbarkeit:
  • Widerspruchsfreiheit: einzelne Anforderungen widersprechen sich nicht gegenseitig oder schließen sich aus
  • Überprüfbarkeit: die Anforderungen sind überprüfbar (→ Softwaretest)